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Das Ensemble mit Regisseurin Eva Mann, vorne in der Mitte. Foto: Peter Schütz
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Ein Sommernachtstraum: Theatervereine Hottwil und Gansingen führen Freilichttheater auf

Die Theatervereine Hottwil und Gansingen spannen erneut für ein Freilichttheater zusammen und spielen im August die Komödie «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare. Regie führt Eva Mann. Premiere ist am Samstag, 17. August.

PETER SCHÜTZ

Es geht rund. Eine Szene aus der Probe zum Sommernachtstraum. Foto: Peter SchützDie Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Stück wird an einem besonderen Ort aufgeführt: auf der Waldbühne im «Sparblig» unterhalb des Schiessplatzes bei Gansingen-Büren. Dort haben im April während des Frühlingslagers der Lernenden der Erne Bauunternehmung, Erne Holzbau und Husner Holzbau die Bühne, die Brücke und das Elfen-Nest für das Freilicht-Theater errichtet. Die Infrastruktur steht also schon länger zur Verfügung und wird von den Theaterleuten fleissig genutzt. Vergangene Woche gab das OK der Theaterproduktion den Medien einen ersten Einblick in die Probenarbeit, an der sich ein Teil der Schauspieler in der Kleidung zeigte, die an den Aufführungen getragen wird. Mit dabei: Eva Mann, eine international tätige Regisseurin und Schauspielerin, die ihre Dramaturgie-Ausbildung in London und Moskau absolviert hat. Für sie gibt es nicht den einen und sonst keinen anderen Sommernachtstraum, wie er in den Büchern steht. Die bekannte Komödie von William Shakespeare, gegen Ende des 16. Jahrhunderts uraufgeführt, hat schon viele Fassungen erlebt – im Original als stundenlanges Spektakel, in gekürzter Fassung überschaubar und natürlich in verschiedenen Sprachen und Dialekten. An der Waldlichtung im «Sparblig» werden die Dialoge weitgehend in Schweizerdeutsch geführt.

Blick fürs Detail. Regisseurin Eva Mann richtet den Kragen eines Schauspielers. Foto: Peter SchützDie Dialektfassung stammt von Eva Mann. «Es ist ein Dialekt, wie wir ihn heute reden», sagt sie. Das kann schon mal so tönen: «Es händ no nie zwöi Halbschüeh so Bläch gschwätzt.» Es kann also recht rudimentär werden, wenn die Schauspielerinnen und Schauspieler miteinander kommunizieren. Auch Händel mit Fäusten und Geschrei gehört dazu. Und Musik: Unter der Leitung von David Rossel, der weite Teile der von Mendelssohn komponierten Bühnenmusik umgeschrieben hat, spielt ein Streichquintett mit der Akkordeonistin Doris Erdin auf. Die Komödie handelt von Liebe, Magie und Verwechslungen. Das Zentrum bilden zwei Liebespaare aus Athen, die sich durch einen Zauber plötzlich in den Partner des anderen verlieben. Die Turbulenzen sind vorprogrammiert, ein Chaos aus Liebe, Lust und Laster macht sich breit, wobei es eigentlich recht heiter zu und her geht. Inklusive Elfenzank und irritierendem Eselsgeschrei. Auf der verzauberten Waldbühne im «Sparblig» ist das Publikum eingeladen, in Titanias Reich einzutauchen, mit Handwerkern zu lachen und mit Verliebten zu seufzen – oder nach Wunsch auch umgekehrt. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen.

Blick auf die Bühne. Foto: Peter SchützNach den erfolgreichen gemeinsamen Produktionen «De Pächbueb» (2007), «sMarei» (2012) und zuletzt «Anno 1798» (2017) bringen das Theater Gansingen und die Spielleute Hottwil ihr nächstes Freilichtprojekt auf den Weg. Insgesamt acht Aufführungen sind geplant, Beginn ist jeweils um 20.30 Uhr. Einen Parkdienst gibt es vor Ort. Vom Parkplatz bis zum Aufführungsort ist ein Fussmarsch von höchstens zehn Minuten einzurechnen. Sitzplätze und WC-Anlagen, Heigo-Taxi und Shuttlebus zur ÖV-Anbindung sind vorhanden. Während der Vorstellungen wird die Kantonsstrasse, die oberhalb des Aufführungsortes verläuft, für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Weitere Infos unter www.einsommernachtstraum.ch

Aufführungen
Samstag, 17. August, 20.30 Uhr
Sonntag, 18. August, 20.30 Uhr
Mittwoch, 21. August, 20.30 Uhr
Freitag, 23. August, 20.30 Uhr
Samstag, 24. August, 20.30 Uhr
Dienstag, 27. August, 20.30 Uhr
Freitag, 30. August, 20.30 Uhr
Samstag, 31. August, 20.30 Uhr

Ersatzdaten
Donnerstag, 22. August, 20.30 Uhr
Donnerstag, 29. August, 20.30 Uhr

Erstes Bild: Das Ensemble mit Regisseurin Eva Mann, vorne in der Mitte. Foto: Peter Schütz
Zweites Bild: Es geht rund. Eine Szene aus der Probe zum Sommernachtstraum. Foto: Peter Schütz
Drittes Bild: Blick fürs Detail. Regisseurin Eva Mann richtet den Kragen eines Schauspielers. Foto: Peter Schütz
Viertes Bild: Blick auf die Bühne. Foto: Peter Schütz