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Ratgeber Gesundheit 26 – 2024

Dr. Monika Mayer, Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Bettwanzen
Die Reisezeit naht und damit die Möglichkeit, ungebetene Gäste mit im Reisegepäck mitzubringen: Bettwanzen.

Wissenswertes über diese unangenehmen Mitbringsel
• Die Bettwanze (Cimex lectularius) kommt bei Menschen und Tieren (Haustiere, Nager, Geflügel, Singvögel und Fledermäuse) vor.
• Sie ist weltweit auf dem Vormarsch (Gründe sind der Onlinehandel mit Gebrauchtwaren wie Kleidung und Möbelstücke und die rege Reisetätigkeit; die Wanzen kommen oft im Gepäck mit).
• Man findet sie nicht nur in Schlafzimmern, sondern auch in Polstermöbeln von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kinosälen!
• Ihre Lebenserwartung liegt bei 6 bis 18 Monaten und sie ist recht robust, damit ist sie schwer bekämpfbar!
• Das adulte Tier ist 5-6 mm lang (mit Blut vollgesogen bis zu 9 mm), flach rötlichbraun und erinnert an einen Apfelkern.
• Die Eier (bis zu 500 legt ein Weibchen im Laufe ihres Lebens) sind ca. 1,2 mm lang, weisslich und werden mit einem klebrigen wasserlöslichen Sekret in Verstecken abgelegt.
• Bei einer Temperatur von 22°C schlüpfen die Larven nach rund 12 Tagen.
• Sie sehen aus wie die erwachsenen Tiere, sind aber nur 2 mm gross und durchsichtig.
• Über 5 Häutungen, mit jeweils einer Blutmahlzeit, entwickeln sie sich bei Zimmertemperatur innert 6-8 Wochen.
• Nach Möglichkeit nehmen erwachsene Bettwanzen einmal wöchentlich eine Blutmahlzeit zu sich, sie können aber bis zu einem halben Jahr ohne Nahrung überleben!
• Sie sind schwer zu entdecken, da sie lichtscheu sind und sich tagsüber in Ritzen, Nischen, Ecken, unter losen Tapeten, anderen Möbelstücken, Büchern, auch Elektronikgeräten verstecken.
• Finden Sie keine Nahrung können sie weite Strecken überwinden und über Ritzen und Leitungen (Stromkabel, Wasserrohre usw.) in andere Räume oder Wohnungen einwandern.

Erkennungsmerkmale
• Kotspuren (sieht aus wie Fliegendreck): Die kleinen, ca. 1mm grossen Punkte lassen sich mit einem feuchten Finger verstreichen.
• Häutungsreste: Sie sind fast durchsichtig, oval bis länglich, sehr leicht und je nach Alter der Wanze verschieden gross.
• Blutflecken auf der Bettwäsche: Durch ein Zerdrücken der Wanze im Schlaf und durch das Austreten eines Bluttropfen aus der Stichstelle.
• Widerlicher süsslicher Geruch: die Bettwanzen setzten ihn aus Stinkdrüsen frei. Bei starkem Befall ist es ein leicht zu erkennendes Merkmal. Es lässt sich auch durch ein Klopfen auf die Matratze auslösen. Und es kann durch speziell trainierte Spürhunde mit einer hohen Trefferquote erkannt werden.
• Wanzenstiche finden sich vor allem an Körperteilen, die im Schlaf nicht bedeckt sind: Arme, Beine, Schultern. Aber auch Füsse, Nacken, und das Gesicht können betroffen sein. Sie ähneln Flohbissen.
• Die Rötungen sind ungefähr so gross wie 5 Rappen-Stücke.
• Die Reaktion der Betroffenen ist abhängig vom Grad ihrer Sensibilisierung.
• Es sind oft Wanzenstrassen (4-6 Stiche in Kurvenform) zu erkennen.
• Die Behandlung ist symptomatisch mit lokalen juckreizstillenden Cremen und eventuell oral verabreichten Antihistaminika.

Vorbeugung
• Bei Übernachtungen präventiv nach Bettwanzen suchen: Kotspuren finden sich wo die Bettlatten im Bettgestell stecken, an den Wülsten der Matratze, in Ritzen am Bettgestell, bei Steckdosen oder hinter Bildern in der Nähe des Bettes.
• Das Reisegepäck nicht aufs Bett stellen, erhöht z.B. auch in die Badewanne stellen und stets verschlossen lassen!
• Kleidung vor der Abreise ausschütteln.
• Eine angebotene Kontrolle des Gepäcks bei der Einreise am Flughafen von Spürhunden wahrnehmen.

Wieder zuhause
Das Gepäck in der Dusch- oder Badewanne oder auf dem Balkon öffnen, nach Spuren von Bettwanzen suchen.
• Erworbene Gebrauchtwaren wie Möbel (nicht nur Betten, auch Sofas, Tische etc. sowie Gegenstände auf Kotspuren untersuchen, gründlich reinigen bevor sie in die Behausung genommen werden, Second Hand Textilien ausschütteln und heiss waschen.
• Bei Verdacht auf einen Befall Bettwanzen-Tapes oder -Fallen platzieren und fachliche Hilfe holen Es gibt spezialisierte Fachfirmen, die verwanzte Räume behandeln können!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Ratgeber Gesundheit 20 – 2024

Dr. Monika Mayer, Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Fettlösliche Vitamine, insbesondere Vitamin A und Betacarotin
Wir fahren weiter in unserer Reihe Vitamine und beginnen mit den fettlöslichen Vitaminen. Dabei handelt es sich um die folgenden Vitamine: A, E, D und K. Zum Vitamin D (Sonnenvitamin) gibt es bereits Ratgeber, wir verweisen auf unsere Homepage, dort sind sie zu finden.
Vitamin A
Es werden darunter verschiedene organische Verbindungen mit einer Vita­min A-Wirkung verstanden. Die wichtigsten sind Retinol und die sich daraus bildenden Stoffe (auch Metabolite genannt) Retinal und Retinsäure. Sie kommen nur in tierischen Lebensmitteln wie Milch, Fleisch und Eiern vor. Sie sind dabei an Fett gebunden. Zum Beispiel kommt Retinol vorwiegend im Rahm der Milch vor. Damit ist klar, dass entrahmte Milch (wie Magermilch) nur wenig Vitamin A enthalten kann.
Betacarotin ist die «pflanzliche Variante». Es ist eine Vorstufe vom Vitamin A. Von den sogenannten Carotinoiden werden ca. 40 verschiedene Verbindungen in unserem Körper zu Vitamin A umgebaut. Das oben angesprochene Betacarotin ist davon für den Menschen der beste Lieferant. Es handelt sich dabei um den roten Farbstoff, z.B. in Rübli oder Peperoni. Der Umbau erfolgt nur, wenn eine Notwendigkeit dafür besteht. Die latente Gefahr einer Überdosierung ist damit nicht vorhanden. Das tierische Vitamin A kann überdosiert werden. (Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit einer schädlichen Menge nicht gross.)
Eine interessante geschichtliche Anek­dote: Schon 1500 v. Chr. wurden in China Leber und Honig verwendet zur Heilung von Nachtblindheit. In Europa wurde das erst im 16. Jahrhundert nach Christus beschrieben! Diese Wirkung auf das Auge und die Aufklärung der molekularen Mechanismen des Sehzyklus bestimmten lange die Forschung. Erst in den 1980er- Jahren wurden andere wichtige Wirkungen von Vitamin A entdeckt.
Etwas verwirrend ist die Namensbezeichnung. Vitamin A und seine Derivate werden oft mit dem Überbegriff Retinoide bezeichnet. Biologisch-medizinisch versteht man unter Vitamin A aber alle Verbindungen, die alle Wirkungen des Vitamins A beinhalten. Und Retinoide bezeichnen nur die synthetisch gebildete und dann zugeführte Retinsäure und ihre Derivate. Sie haben z.B. keinen Einfluss auf den Sehzyklus und auf die Bildung von Spermien.
Vitamin-A-Funktionen:
– Auge und Sehfunktion: Vitamin A spielt im Auge die zentrale Rolle bei der Umwandlung von Licht in Nervenimpulse, die das Gehirn dann in «Sehen» umwandelt. (Es existiert ein Ratgeber Auge darüber.) Bei sehr hellem Licht und in der Dämmerung ermüdet das Auge schnell bei einem Vitamin-A-Mangel.
– Bauchspeicheldrüse: Unsere Zuckerverwertung und die Bildung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse benötigen viel Vitamin A.
– Blutbildung: Die Bildung neuer roter Blutkörperchen benötigt ausser Eisen auch Vitamin A als Cofaktor bei der Bildung des roten Blutfarbstoffes. Es verbessert auch die Mobilisierung des Eisens aus den Eisenspeichern.
– Proteinstoffwechsel: Der Körper braucht bei dem körpereigenen Eiweissaufbau Vitamin A und ebenfalls im Fettstoffwechsel in der Leber. In Stresssituationen steigen somit der Proteinbedarf sowie der Vitamin-A-Bedarf. Auch bei schweren Erkrankungen (rheumatoider Arthritis, AIDS, oder Krebs) ist somit der Bedarf an diesem Vitamin erhöht.
– Wachstum, Entwicklung allgemein und bei speziellen Zellen wie bei den Keimzellen den Haut- und Schleimhaut-Zellen, Knochen etc.: Vitamin A braucht es zur Kollagenbildung und zur Quervernetzung der neugebildeten Fasern. Damit ist es wichtig bei der Wundheilung und allgemein bei Reparaturvorgängen im Körper. Unser Immunsystem funktioniert gut, wenn alle Barrieren intakt sind. Das heisst, unsere Haut und unsere Schleimhäute lassen keine Erreger von aussen nach innen! Zudem ist Vitamin A notwendig bei der Produktion von Antikörpern. Zur Bildung von Hormonen wie bei den Schilddrüsenhormonen ist es ebenfalls ein notwendiger Cofaktor.
Diese Vielfalt der Wirkungen erklärt sich damit, dass der aktive Metabolit des Vitamin A (die all-trans bzw.9-cis-Retinsäure) ein Bestandteil von verschiedensten Genen, den sogenannten Kernrezeptoren, ist. Sie kommen in den meisten Geweben des Menschen vor und bestimmen die Herstellung von Eiweiss-Stoffen wie Proteine, Hormone und vieles mehr.
Ein spannendes Vitamin, weitere Informationen folgen.

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Ratgeber Gesundheit 14 – 2024

Dr. Monika Mayer, Apothekerin
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Vitamine und offizielle Einnahme-Empfehlungen
Wie bereits ausgeführt, gibt es einzelne Vitamin-Gruppen. Die wichtigste Unterscheidung ist ihre «Löslichkeit». Diese chemische Eigenschaft bestimmt unter anderem die Art der Einnahme und ihren Speicher- und Wirkort. Die sogenannten fettlöslichen Vitamine werden besser mit einer vollständigen Mahlzeit aufgenommen. (Die meisten Vitamin-D–Präparate liegen in einer öligen Lösung vor.) Sie werden in unserem Fettgewebe gespeichert und wirken in den Zellen bzw. in den «fettigen» Zellwänden. Damit ist auf die Menge der Zufuhr zu achten. Durch die Möglichkeit des Speicherns kann eine zu grosse Einnahmemenge erreicht werden mit möglicherweise negativen gesundheitlichen Folgen. Dessen sind sich alle Gesundheitspersonen und alle Gesundheitsämter bewusst, darum gibt es Einnahme-Empfehlungen. Letztere bewegen sich je nach Land, Erkenntnisstand und Einsatz in unterschiedlichen Höhen. Es gibt Fachgesellschaften, die Empfehlungen für die Nähstoffzufuhr herausgeben. Das begann im letzten Jahrtausend, als in England durch die grossen Hungersnöte im District Lancashire erste Empfehlungen erarbeitet wurden. Sie dienten ausschliesslich dazu, in Kriegs- und Hungerzeiten eine Minimalversorgung der Bevölkerung bzw. einer Armee(!) sicherzustellen. Erst im folgenden Jahrhundert (1941) brachte das U.S. National Research Council Empfehlungen heraus, die die «perfekte Gesundheit» der Bevölkerung zum Ziel hatten. Diese RDA (recommended dietary allowances) werden in einem 5-Jahres-Rhythmus den aktuellen Erkenntnissen angepasst und dienen weltweit als Grundlage nationaler Empfehlungen. Das klingt alles sehr wissenschaftlich und gut, leider spielen auch politische Überlegungen eine Rolle.
Wie werden nur diese Werte ermittelt?
Man nimmt eine «repräsentative» Bevölkerungsgruppe, die gesund ist und keine Mangelsymptome hat. Man erhebt (meist mit Fragebogen) die Ernährungsgewohnheiten, errechnet daraus eine Einnahmemenge eines bestimmten Nährstoffes und hat somit den geschätzten mittleren Bedarf EAR. Dann wird mittels einer mathematischen Umrechnung (Gausssche Normalverteilung) die RDA errechnet (+ 2 Standardabweichungen). Dann geht man davon aus, dass mit dieser täglichen Einnahmehöhe 97% der Bevölkerung keine Mangelerscheinungen entwickeln und gesund bleiben. Mathematisch gesehen ist diese Überlegung sinnvoll, es darf davon ausgegangen werden, dass damit die Bevölkerung als Ganzes gesund bleibt. Die Schwierigkeit liegt im Detail. Einerseits handelt es sich um Bevölkerungsgruppen! Und die Bestimmungen des EAR liegen zum Teil über 40 Jahre zurück, repräsentieren also die Ernährungsweise in jener Zeit (die unserer Eltern oder Grosseltern). Sie sind also nur ein Anhaltspunkt für gesunde, unbelastete Individuen, wie es im «Taschenatlas Ernährung» von Prof. Biesalski, Prof. Grimm und S. Nowitzki-Grimm nachzulesen ist.
In Europa beschäftigt sich die EFSA (European Food Safety Authority) mit demselben Thema und hat ebenso wie in den USA «Höchstmengen» = ein sicherer oberer Grenzwert der Einnahmemenge eines Stoffes erarbeitet. Dieser Wert namens UL (Tolerable Upper Intake Level) beschreibt keine Menge, ab welcher mit Vergiftungs- (=Toxizitäts-)Erscheinungen zu rechnen ist, sondern soll ein Auftreten von unerwünschten Effekten verhindern. (Bei dem Mineralstoff Magnesium wäre das z.B. der Durchfall.) Damit haben wir meistens mehrere Einnahme-Werte: – Die nutritiven Empfehlungen (sie gelten meistens für die Gesamtbevölkerung und geben für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Schwangere und Stillende oder Senioren höhere oder niedrigere Werte an); – die UL (Europa USA); – und den therapeutischen Dosierungsbereich. Damit versucht man, eine sinnvolle tägliche Einnahmemenge festzulegen, um einem «generellen Mangel» vorzubeugen, prophylaktisch einer Erkrankung vorzubeugen oder therapeutisch einen Mangel auszugleichen oder eine Erkrankung begleitend zu therapieren.
Das Ganze ist etwas verwirrend. Wie oben erwähnt sind auf jeden Fall die Einnahmemengen der fettlöslichen Vitamine sicherheitshalber mit einer Fachperson abzusprechen. Die wasserlöslichen Vitamine werden in der Regel (fast nicht gespeichert) und problemlos ausgeschieden. Sie sind daher tendenziell unbedenklich, was ihre Einnahmemenge betrifft.
Die fettlöslichen Vitamine: Es handelt sich dabei um die Vitamine A, D (Sonnenvitamin, es gibt bereits von uns Ratgeber darüber) E und K. Die wasserlöslichen Vitamine: Die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C. Ein spannendes Thema!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Für Fragen sind wir immer für Sie da.

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Mikronährstoffe – Supplemente
Bevor wir auf die einzelnen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente eingehen, ein genereller Hinweis über das spannende Thema der Supplemente. Sie finden viele Informationen darüber. Eine gute Quelle ist die neue Ausgabe des Burgerstein-Handbuchs «Nährstoffe», die bereits in der 14. Auflage erschienen ist. Ein oft angesprochenes Qualitätsmerkmal ist die «Natürlichkeit». Aus der Natur kommend heisst nicht automatisch gut, unproblematisch oder gar gesund. So kann ein Mineralstoff-Präparat aus Gesteinsmehl auch toxische Substanzen wie Blei etc. enthalten. Ein genaues Anschauen lohnt sich. Das oben angesprochene Buch empfiehlt folgende Kriterien zu beachten:
• Die enthaltenen Aktivstoffe sollten nur Substanzen sein, die normalerweise in unserem Körper vorkommen und für unsere Gesundheit erforderlich sind. Ihre biologische Verfügbarkeit muss hoch sein, damit der Körper sie optimal verwerten kann. Und die Dosierung muss so gewählt werden können, dass die Einnahme einen wissenschaftlich begründeten Effekt (vorbeugend oder heilend) erzielen kann
• Die notwenigen Hilfsstoffe sollten für den Körper keine Belastung darstellen. Z.B. sollten sie in Grundnahrungsmitteln enthalten sein, heisst, es dürfen keine künstlichen Farbstoffe, Konservierungsmittel oder körperfremde Süssungsmittel sein.
• Es sollten auch möglichst wenig Hilfsstoffe verwendet werden und die Haltbarkeit sollte optimal sein. Bei Kapseln oder Tabletten ist das leichter einzuhalten als bei anderen Darreichungsformen wie bei Kau- oder Brausetabletten oder auch bei Flüssigkeiten.
Die Wahl der Verbindungen kann für die Verwertbarkeit im Organismus von grosser Bedeutung sein. (Bei einzelnen Vitaminen kommt es dort zur Sprache.) Bei den Mineralstoffen und den Spurenelementen müssen mögliche Verunreinigungen ausgeschlossen werden. Ein hochwertiges Präparat enthält immer Verbindungen in Arzneibuch-Qualität. Es gibt drei verschiedene Gruppen gemäss ihrer chemischen Bindungsart:
Anorganische Verbindungen (wie: Sulfate, Carbonate, Oxide, Phosphate, Chloride).
Organische (wie: Citrate, Gluconate, Laktate, Fumarate, Orotate; sie werden in der Regel aus den organischen Säuren wie Zitronensäure und den anorganischen Mineralstoffen hergestellt.)
Proteingebundene bzw. an Aminosäuren gekoppelte Substanzen (wie: Chelate, Bisglycinate, Aspartate).
Meistens sind die beiden Letzteren besser verträglich und können vom Körper auch besser verwertet werden. Sie können auch das Wirkspektrum des Mineralstoffes erweitern oder unterstützen. (Bsp.: Magnesium und Orotat bewirken beide eine Entspannung.)
Welche Dosierung ist die richtige?
Frei nach Paracelsus, dass die Menge immer das Gift macht, gilt auch hier die Regel: soviel wie nötig, so wenig wie möglich! Das ist aber immer individuell zu entscheiden. Eine tägliche, langfristige Nahrungsergänzung bei gesunden Personen ist moderater (weniger hoch) dosiert als eine Einnahme bei einem erhöhten Bedarf wie einem Mangel, einem Stoffwechselungleichgewicht oder zur Unterstützung einer Behandlung bei einer Erkrankung. Die angesprochene Individualität macht das Ganze noch komplexer. Oft ist eine Kombination verschiedener Präparate sinnvoll oder sogar notwendig für einen Erfolg.
Nebenwirkungen sind möglich, tendenziell aber selten. Sie sind eher leichter Natur. Meist handelt es sich um gastrointestinale Nebenerscheinungen wie dünner Stuhl bis Durchfall, vorübergehende Übelkeit oder Verfärbungen der Ausscheidungen.
Eine gute Beratung klärt im Voraus das individuelle Ziel:
- was soll erreicht werden, (Prävention, Mangelkorrektur, Krankheitsbild oder therapeutischer Einsatz)
- mit welchen Präparaten und
- welcher Dosierung mit der optimalen Einnahmezeit und Modus (mit/ohne Mahlzeit) und
- die Einnahmedauer (wenige Tage bis langfristig über Monate oder sogar Jahre)

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